Anhand meines Selbstportrait möchte ich kurz erläutern, wie meine generelle Arbeitsweise ist.
Nach der Vorbereitung des Malgrundes wird das Werk in verschiedenen Schichten aufgebaut. Ich male nicht nass in nass, a la prima, sondern lasse jede Schicht trocknen, bevor die nächste Schicht folgt. Die Ölfarben sind dabei stark verdünnt und trocknen dadurch relativ schnell.
Man kann rechnen, ein bis zwei Tage Wartezeit, bevor die nächste Schicht kommt.
Mit jeder Sitzung beleuchte oder betrachte ich das Bild erneut, füge etwas von mir hinzu, oder tilge es. Besonders in der Landschaftsmalerei gehört die Veränderung der Vorlage im Prozess zwingend zu meiner Arbeitsweise.

Die erste Vorzeichnung mit Guache auf einer grundierten Sperrholztafel
Festlegen des Kontrastes. Die Dunkelheit massiv im Vordergrund, der Hintergrund Grau und gedeckt.


Erste Schatten und Lichter bilden sich ab. Alles noch in Grautönen.
Die Farbe kommt ins Spiel. Aus dem kühlen Grau scheint nun ein warmer Hautton heraus.


Weitere Ausarbeitung der Lichter und Zurücknahme der Farbintensivität.
Letzte Details und Fertigstellung.


