Das wiederbeleben der Malerei

Zu Beginn meiner Auseinandersetzung stand für mich der expressive Ausdruck meiner Selbst im Vordergrund. Figuren, von unbändiger jugendlicher Kraft gemalt. Etwas später, Anfang zwanzig, veränderte sich mein Zugang. Es ging nur noch um Material, Malerei, Zeichen und Symbole, bis ich zu einem Endpunkt gekommen war. Ich war leer gemalt.

Nach Zeiten der malerischen Abstinenz traf es mich während eines Hollandurlaubes, eine Verliebtheit, die mich aus meiner Bahn warf. In einer kleinen Galerie in Egmond aan Zee traf ich auf die Bilder von Jan Schelhaas, https://janschelhaas.nl/de/gemälde/, die mich sofort gefangen nahmen.
Hier traf meine Liebe zum Meer eine realistische Malerei, die mein Herz zum Schwingen brachte. Das war der Beginn, wieder mit der Malerei in Kontakt zu treten. Erst langsam, mit großen Zeiträumen dazwischen, dann immer intensiver, bis mein Herz wieder brannte, so wie als Jugendlicher, als ich die Malerei für mich entdeckte.

Parallel kam das Stillleben wieder in meine Malerei. Meinen ersten Zeichenkurs bei Sigrid Beuting, http://art-beuting.com/, war eine Stillleben-Zeichenkurs. Jetzt, ist das Stillleben für mich zur Bühne des Lebens geworden, ein Labor, in dem ich meine Lebensexperimente inszeniere.